Veröffentlicht am 01.07.2016 um 22:19 Uhr
von Julia Dawert

Pressemitteilungen KV Münster

50% Frauenquote im Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster? Ein liberales Nein

Warum ich, als Vertreterin der FDP-Fraktion, dagegen gestimmt habe -Julia Dawert-

„Vom Gesetzgeber festgelegte Quoten für die Beteiligung von Frauen in Vorständen und Gremien lehne ich als Liberale ab, denn eine solche Regelung löst das Kernproblem der Chancengerechtigkeit nicht und dient somit auch nicht der Gleichstellung von Frauen und Männern.“, erklärt die stllv. Sachkundige Bürgerin im Gleichstellungausschuss, Julia Dawert, zu Ihrem Abstimmungsverhalten in der Sitzung des Ausschusses vom 29.06.2016.

„Nichtsdestotrotz ist die Politik natürlich dort gefragt, wo noch bestehende Benachteiligungen und Diskriminierungen erfolgen. Deswegen habe ich für die FDP Ratsfraktion dem Antrag zur Umsetzung des Teilhabegesetzes im Gleichstellungsausschuss zugestimmt“ sieht Dawert die Notwendigkeit zu handeln und trotzdem: „Der Änderungsantrag der Sozialdemokraten, diese Quote paritätisch auf 11 Frauen (50%) bis 2018 zu erhöhen, ist jedoch eindeutig abzulehnen.“

Von der SPD wird in Ihrem Antrag „Feigenblattpolitik“ angemahnt, „Diesen Vorwurf kann man nur zurückweisen und passend damit den Antrag der SPD beschreiben“, so Dawert: „Solche Quoten aufzuzwingen bekämpft lediglich Symptome eines gesellschaftlichen Defizits, ohne sich der Lösung des Grundproblems zu widmen“

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Grundsätzlich:

Chancengleichheit in allen gesellschaftlichen Bereichen ist für die FDP und die Jungen Liberalen ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher liberaler Politik.

Die Liberalen fordern hierfür die Schaffung rechtlicher und tatsächlicher Gleichstellung für jede Verantwortungsgemeinschaft in jedem Lebensbereich.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern gehört hierbei zu einer der wichtigsten Zielrichtungen. Die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein unverzichtbarer Baustein und muss durch die Etablierung flexibler Arbeitszeitmodelle und der Förderung des Kitaausbaus gefördert werden. Sofern diese Rahmenbedingungen geschaffen wurden kann der Wandel zu einer vermehrten Teilhabe von Frauen in Führungspositionen erfolgen.